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Till Abele
Lenzweg 5
79312 Emmendingen

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Unsere Erde

Yeshua

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Es war zu dieser Zeit, als ich davon hörte, dass Johannes der Täufer in Gefangenschaft geriet. Es schmerzte mich sehr, weil ich wusste, dass es nicht zu meinem Auftrag gehörte, ihm beizustehen. Ich musste dem Teil Ehre erweisen, den er, Johannes, im göttlichen Plan zu erfüllen hatte, dem Samariter und dem, der voll Anstand bleiben musste. Die Frau wurde Nalda genannt und sie war Samariterin, jemand, der von den Menschen verachtet wurde. Ich will die Vergangenheit ruhen lassen und vergessen was war, denn auch das ist "Wasser aus immer der gleichen Quelle:" Sind nicht Vorurteile und Rassismus und alle anderen Formen des Angriffs aus Furcht und Angst geboren?

Die Menschen bangen um ihre inneren Werte, sie fürchten um ihre Sicherheit in einer scheinbar feindlichen Welt. Doch weil es nicht möglich ist, für längere Zeit in Angst zu leben, suchen sie den Grund der Angst im Außen: "Die Anderen sind schuld, weil ich anders bin als sie, anders spreche und mich anders verhalte. Sind sie erst einmal fort, bin ich in Sicherheit und ich habe mich wieder unter Kontrolle." Natürlich fühlen auch jene, die angegriffen werden, die gleichen Ängste und auch sie finden andere, auf die sie Ihre Ängste übertragen können. Und das geht immer so weiter und nimmt kein Ende.

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Lasst euch sagen, meine lieben Brüder und Schwestern, erst wenn die allumfassende Liebe voll in euch erwacht ist, kann diese blühen. Erst wenn wir uns erinnern, dass wir die Geliebten der Quelle sind, dass wir richtig gehandelt haben und dass wir immer in der Gnade verblieben sind, wird Liebe kommen. Erst wenn wir uns erinnern, dass wir niemals verlassen wurden, dass wir wie Kinder sind, die ihren Weg in dieser Welt suchen müssen und auch Fehler machen wie all die anderen, erst dann kann Liebe entstehen. Wahres Wissen kann nur durch Erfahren und Erfahrung entstehen und wir lernen nur aus den Fehlern, die wir machen.

Für eure Fehler jedoch übernehmt die Verantwortung und macht sie wieder gut. Doch dann fahrt fort, euch auch weiterhin zu lieben und liebt und achtet jene, die ihren eigenen Weg gehen, doch das gleiche Ziel haben. Spielt es eine Rolle, welcher Rasse sie angehören, woher sie kommen, welchen Glaubens oder welchen Geschlechtes sie sind? Suchen wir nicht alle nach dem einen Ziel?

Im Januar dieses Jahres wurde mir die Nachricht überbracht, dass Johannes der Täufer auf Befehl des Herodes Antipas hingerichtet wurde. Wie weinten wir um einen Freund, der zugunsten von etwas Höherem als er es war auf alles verzichtet hat! Eines Tages, als ich bei meiner allmorgendlichen Wanderung in mich ging, um meinen Geist zu klären, begegnete ich einer alten Frau, die in Lumpen gekleidet war. Sie hatte Lepra und wahrscheinlich war sie von ihrer kleinen Gemeinschaft ausgestoßen, damit sie alleine in einem vergessenen Tal oder einer dunklen Höhle weiter leben solle. Sie streckte ihre kranke Hand nach mir aus und sagte mir, dass sie von mir gehört und dass sie viele Tage nach mir gesucht habe. Auch wenn ich ihre Schmerzen erkannte, klagte sie nicht darüber.

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In ihrer ausgestreckten Hand hielt sie ein kleines Armband, wohl ein Schmuckstück aus ihrer Familie und sie bat mich, dieses zu berühren. Sie hoffte, wenn sie zurück kehren würde zu ihrer Tochter, die genauso an Lepra erkrankt war wie sie, dann würde die Tochter vielleicht durch die Berührung des Schmuckes gesunden. Sie bat für ihre Tochter, die noch so jung und einmal schön war und die dann vielleicht doch noch heiraten und Kinder bekommen könne. Sie bat nicht für sich selbst, denn sie hatte ja ihr Leben hinter sich und sie erinnerte sich an viele schöne Momente in ihrem Leben. Auch vertraute sie darauf, dass sich niemand vor Ekel von ihr abwenden würde, wenn sie vor der Himmelspforte stünde.

Als ich sie sprechen hörte, bat ich innerlich meinen Schöpfer, dass auch ich immer die Demut, die Tugend und die Menschlichkeit, wie sie diese Frau besaß, erlangen und dass auch ich eines Tages diese Göttlichkeit in mir tragen würde, wie diese alte Frau sie hatte. Als ich meine Hände um ihre Hände legte, in denen sie das Armband hielt, wollte sie sie wegziehen, doch ich hielt sie fest umschlossen. Da begann sie zu weinen, weil sie vergessen hatte, wann sie wohl das letzte Mal so ohne Furcht und Vorurteil gehalten worden war. Da strömte die Liebe Gottes durch sie und belebte die Liebe in ihr, die durch ein langes entbehrungsreiches Leben so tief verschüttet war.

Und augenblicklich genas sie von ihren Wunden und Verletzungen und das verfaulte Fleisch verheilte. Kraft und Jugendlichkeit kehrten zurück in ihre Augen und ihr Herz und ihr Mund lachte vor Freude.Ganz zart nahm ich das Tuch von ihrem Gesicht und erblickte die Güte der Mutter und des Vaters in vollem Glanz auf ihrem Antlitz. "Sei willkommen zurück, meine geliebte Schwester, kehre zurück nach Hause und finde Deine Tochter, geheilt und gesegnet durch die Liebe des Herrn." Da sank sie auf die Knie und weinte Tränen der Dankbarkeit. Und als ich mich zu ihr niederkniete, um sie zu halten, weinten wir beide vor Freude und Dankbarkeit.

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Lasst mich nun von der körperlichen Heilung sprechen:

Wir alle tragen um uns einen zweiten, unsichtbaren Lichtkörper, ich sprach schon davon. Es ist dieser Körper, der den physischen Körper erschafft und dieser Lichtkörper enthält die Blaupause eines perfekten und gesunden menschlichen Körpers. Die gleiche Blaupause ist in jedem Strang unserer D N A im Körper gespeichert. Jede Disharmonie, was so viel bedeutet wie Dis-Harmonie, hat ihre Ursache im Energiekörper, von wo sie vermutlich in den Körper übertragen wird. Diese Übertragung kann in einem oder auch in vielen Leben vor sich gehen. Die Energie aus Freude und Liebe und Verbundenheit erzeugt Gesundheit. Doch die Energien von Stress, Angst und Ärger, von Hass und Unzufriedenheit macht krank und diese wiederum setzt sich in den Zellen bzw. im Körper fest. Diese krank machenden Energien können sich sogar an einer Familie anhaften, einer Gemeinschaft, einem ganzen Volk oder einem Planeten. Viren oder Bakterien kommen auf jedem Planeten vor und sind harmlos, wenn die Verhältnisse ausgeglichen sind.

Ist das Gleichgewicht gestört, verbreiten sie sich jedoch und ist das einmal geschehen, müssen sie von der Wissenschaft und der Medizin bekämpft werden. Bekämpft werden können sie aber auch durch Vertrauen und den Glauben. Die Kraft des Vertrauens und die Wissenschaft sollten sich ergänzen und mit einander harmonieren, um das Leben im Körper und das Leben im Universum zu erforschen. Schöpfung muss erfahren werden! Aus der Erfahrung des scheinbaren Chaos mit all seinen Formen entsteht Verstehen und Ordnung. In diesem unendlich großen Experiment seid ihr teilhaftig und gleichzeitig seid ihr Arzt und Patient. Die Leprakranken der vergangenen Zeit haben uns einen Weg gezeigt, waren sie doch das äußere Zeichen unserer inneren Schuld und Schande. Diese mutigen Wegweiser tragt auch ihr in euch. AIDS ist die Lepra der heutigen Zeit und ganze Kontinente sind davon betroffen. Auch Aids erweist uns einen großen und sinnvollen Dienst - doch auch die Mahnung - einander zu lieben, einander zu dienen und zu heilen, solange es noch nicht zu spät ist.

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Wenn Kinder oder Babys krank sind, verstehen wir es oft nicht und es schmerzt, besonders die Eltern. Ich glaube, dass diese geliebten Kinder deshalb unter uns sind, damit wir noch tiefere Liebe erfahren, lernen zu verzichten und noch größeres Mitgefühl zu entwickeln. Auch wenn sie noch so zart und zerbrechlich scheinen mögen, sind sie doch Heiler so wie ich. Ehrt sie und schenkt ihnen eure Liebe, denn sie sind genauso stark wie ihr. Würdet ihr andere genauso lieben wie euch selbst, würden alle Leiden auf diesem Planeten verblassen wie eine ferne Erinnerung

Doch, meine Lieben, fühlt euch wegen eurer Krankheit nicht schuldig oder schämt euch nicht darüber, dass ihr vielleicht nicht genug Liebe empfinden könnt, um heil zu sein. Der Grund kann darin liegen, dass euch eure körperlichen Herausforderungen auf eine Art und Weise heilen, die ihr euch nicht vorstellen könnt. Genauso wenig wie ihr jene heilen könnt, die um euch sind.

Seid auch sanftmütig zu euch, denn alle seid ihr vollkommene und göttliche Wesen, die eine scheinbar weniger göttliche Erfahrung in einer Welt machen, die voll ist von physischen und emotionalen Herausforderungen. Gewiss sucht jeder von euch seinen eigenen Weg und bedenkt, dass Leid einer der besten Lehrer ist, den uns das Leben zu bieten hat. Bedenkt immer, dass ihr selbst gewählt habt, wo und wann ihr inkarnieren wollt und dass ihr ebenso wählen könnt, wo und wann ihr geht. Mehr noch, ihr könnt sogar wählen, auf welche Weise ihr geht, wenn es so weit ist, das Tor zum Übergang vom Leben in die Welt des Todes zu durchschreiten.

Nicht alle Menschen auf dieser Erde sterben altersgedingt oder auf "natürlichem Wege," dafür gibt es einfach zu wenig Platz. Ihr alle, jeder von euch verdient es, dass seine Bemühungen auf seinem Lebensweg geehrt werden. Durch eure Heilung heilt ihr gleichzeitig eure Brüder und Schwestern und damit das gesamte Universum. Meine Lieben, ihr könnt euch überhaupt nicht vorstellen, wie kraftvoll ihr in Wirklichkeit seid.

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Wie freue ich mich, einer von euch zu sein. Nur ich selbst wusste, dass es nicht meine Aufgabe war, alle von ihren körperlichen Krankheiten zu heilen, die zu mir kamen, oder ihren Geist zu stärken. Meine Aufgabe war es, euch daran zu erinnern, wie machtvoll ihr als Menschen seid und wie ihr euch durch euren eigenen Geist selbst heilen könnt. Doch meine "Wunder" und meine Lehren wurden so schnell verbreitet, dass die Menge, die mir folgte, größer und größter wurde. So zog ich allmählich die Aufmerksamkeit derer, die die Macht im Lande besaßen, auf mich, die der Priesterschaft und der römischen Besatzer. Ich will nicht über die reden, die mich mundtot machen wollten oder über die, die ihren Beitrag dazu leisteten, darüber wurde leider viel Blut vergossen.

Mein Schicksal lag nie in den Händen anderer und schon gar nicht bei irgend einer Regierung. Ich war mein eigenes Schicksal oder, anders gesagt, ich wählte mein eigenes, so wie ihr täglich euer eigenes Schicksal auf der Grundlage eurer täglichen Aktionen wählt. Mir war genau bekannt, was auf mich zukommen würde, wenn ich meinen Weg wie bisher weiter gehen würde. Es war mir gleichgültig, wer gerade an der Macht war, weil ich den ‚status quo' verändern wollte. Über kurz oder lang wäre ich sowieso ein Feind des Staates geworden und es war nur noch eine Frage der Zeit.

Glaubt mir, auch im Volke hatte ich Gegner und wenn sie kamen, um mich zu sehen, ist die menschliche Natur oft schnell vergessen. Da gab es z.B. die ernsthaften Sucher und es gab viele, die nur neugierig waren. Und dann kamen auch die, die einfach nur auf Sensationen warteten. Sie waren es auch, die mich ständig unterbrachen, weil sie nicht verstehen konnten, dass meine Familie in Nazareth immer noch in finanziellen Schwierigkeiten lebte, obwohl ich doch Wunder vollbringen konnte.

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Warum also konnte ich nicht einfach die Römer "verschwinden" lassen? Sie verstanden auch nicht, warum mein Aussehen so war wie das Dutzender von jenen, die durch das Land zogen, um Gottes Wort zu verkünden. Wer war ich denn, ganz offen gesagt, der ständig über Gott sprach? Ja, und dann gab es noch die Meinung, dass von Nazareth noch nie etwas Gutes zu erwarten war. All diesen blieb ich die Antwort schuldig, denn immer gibt es solche, die bereit sind und solche, die noch tief in den Erfahrungen ihrer Illusion stecken. Sind sie deshalb schlechter oder besser?

Sie alle sind auf dem Weg und alle werden voraussichtlich eines Tages ankommen. Die Kritik der Priester jedoch war anderer Natur, wenn ich in den Tempeln lehrte. Sie versuchten, mir ständig mit ihren eigenen Argumenten Fallen zu stellen, denn ihr Ziel war es, mich der Blasphemie zu überführen. Die Religion dieser Zeit richtete sich sehr streng nach dem Gesetz und es gab Regeln, die eindeutig vorschrieben, zu welcher Tageszeit gegessen werden sollte, wie und wann man sich zu waschen habe und wie und auf welche Weise die Menschen wem auch immer zu vertrauen hätten. Es war nicht meine Absicht, mich den engen Regeln dieser Zeit zu unterwerfen, weil sie mich und meine Anhänger von meiner Botschaft trennten. Ich hätte auch Fleisch gegessen, wenn das dazu beigetragen hätte, meine Botschaft zu verbreiten.

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Wenn man Menschen führen will, muss man sie dort abholen, wo sie stehen und die Welt so sehen, wie sie die Welt sehen. Symbolisch gesehen muss man mit ihren Schuhen gehen und, was unabdingbar ist, in Beispielen oder Bildern sprechen. Lasst mich sagen, meine Freunde, dass unser Vater oder unsere Mutter nicht wertet, auf welche Weise ihr euren spirituellen Weg geht. Wenn ihr Regeln braucht, um Liebe zu finden, dann haltet euch an diese Regeln. Doch wenn ihr der Meinung seid, Gott ohne irgend welche Regeln finden zu können, dann dürfen sie vom Winde fortgetragen werden.

Doch ich habe mich niemals dafür ausgesprochen, dass ihr ohne Gesetze leben sollt. Wenn ihr jedoch miteinander leben und den Nächsten respektieren könnt oder wenn ihr die anderen so lieben könnt wie euch selbst, warum nicht? Wenn das der Fall ist, sind Gesetze nicht erforderlich. Doch wie ihr seht, scheint die Zeit dafür noch nicht reif genug zu sein. Bedenkt, dass euch Gesetze und Regeln niemals näher zu Gott bringen, denn Gott lebt in euch. Wie denn wollt ihr Gott näher kommen, wenn er schon in euch lebt? Rituale und Zeremonien sollen euch daran erinnern, dass es einen Weg gibt, doch diese Rituale und Zeremonien sind nicht der Weg. Ihr seid euer eigener Priester oder eure eigene Kirche und auch die einzige Bibel, die ihr braucht.

Oh ja, ich sage euch, wenn es um die Gesetze dieser Zeit ging, dann war ich blasphemisch oder ich habe, wenn ihr es so auslegen wollt, gelästert. So ist es, doch schließlich hat das keine Rolle mehr gespielt. Sie, die Mächtigen, hätten immer etwas an mir auszusetzen gehabt oder sie hätten irgend etwas konstruiert, um mich zu vernichten. Einige der Pharisäer haben mir sogar nachgesagt, ich hätte mit dem Teufel einen Pakt geschlossen. Ausgerechnet mit dem Teufel! Was für eine Dummheit!

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Ich will euch sagen, was die alten Hebräer unter dem Begriff Teufel verstanden und den sie so ausgesprochen haben: "Sah Taan." Satan bedeutet nicht Teufel an sich, es bedeutet die Vorstellung einer Sache, die materielle Welt oder die Verführung jener, die auf dem spirituellen Weg sind. Einen Teufel, meine Lieben, gibt es nicht, es sei denn jenen, den ihr selbst erzeugt. Genauso wenig gibt eine Hölle außer der, für die ihr euch selbst entscheidet. Eine Hölle gab und wird es nie geben und auch kein Fegefeuer, in dem die ehrbaren Seelen von den unwürdigen getrennt werden. Wenn die Quelle, wenn "Alles Was Ist," reine Liebe ist, dann kann "Alles Was Ist" auch Alles sein. Vater- und Mutter Gott strafen nicht. Vergeltung, Strafe, die Hölle usw., all dies sind Schöpfungen der Menschen, um über andere Macht auszuüben. Das Sprichwort "Auge um Auge" ist nichts anderes als ein Konzept menschlicher Gerichtsbarkeit.

Ich will euch ein einfaches Beispiel nennen: Ihr alle kennt Menschen aus der Geschichte oder aus der Zeitung oder den Nachrichten, die außerordentlich hingebungsvoll handeln oder sehr viel Mitgefühl zeigen. Eltern z.B., die dem Mörder ihrer geliebten Tochter vergeben. Soldaten, die das Leben ihrer Peiniger retteten. Erwachsene Kinder, die ihren Eltern vergeben, auch wenn sie von ihnen auf brutalste Weise missbraucht wurden. Wären all diese die Kinder eines rächenden Gottes, die dennoch lieben und vergeben können, dann wären sie mächtiger als dieser Gott. Doch scheint das möglich zu sein? Oder ist es wahrscheinlicher, dass diese Menschen ganz einfach die wahre Natur Gottes zum Ausdruck bringen? Noch einmal sage ich euch, dass ihr in einem Universum voller Liebe lebt. Ihr seid Kinder eines liebenden Gottes, der nichts gegen euch hat, wie schmerzhaft es auch sein mag. Könnte das bedeuten, dass Menschen wie Hitler oder Stalin in den Himmel kommen oder im Himmel sind? Ich sage: Ja, das könnte sein.

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Das heißt jedoch nicht, dass ein Hitler oder Stalin nicht gekommen sind, um aus den Qualen und Leiden, für die sie verantwortlich waren, nicht zu lernen. Doch auch das Höllenfeuer ist es nicht, dass sie zu ertragen haben. Es sind die Hilferufe, die Schreie derer, die von ihnen vernichtet wurden, die sei ertragen müssen. Sie fühlen die Not ihrer eigenen Seelen, die Verstrickungen ihrer eigenen Taten. Sie lernen, dass sie eine andere Wahl hätten treffen können. Doch diese Enthüllungen erhalten sie durch liebende Führung von der anderen Seite des Schleiers, nicht durch harte Vergeltung.

Bitte bedenkt auch, dass ein Stalin oder Hitler nicht als solche geboren wurden. Sie mögen herangewachsen sein, um jene zu werden und sie mögen durch die Unterstützung sehr vieler anderer auf diesen Weg gebracht worden sein. Selbst jene, die nicht hin gesehen haben, haben ihre Beteiligung an diesen Verbrechen.

Lasst mich euch sagen, dass ihr alle in euren zahlreichen Leben auf diesem Planeten einmal Mörder oder Verbrecher gewesen seid. Ihr wart alle Heilige und auch Sünder, Herren oder Sklaven. Das ist so vorgesehen, denn wie sonst könntet ihr geistig wachsen, wenn ihr nicht solch eindeutige Erfahrungen macht? Jemand, der sich prostituiert, kann nur durch solche geheilt werden, die das Gleiche erlebt haben. Für die, die missbraucht wurden, gibt es keinen besseren Lehrer als jene, die selbst missbraucht wurden.

Bedeutet das aber, dass es kein Übel gibt und nicht das Böse? Doch, das Böse gibt es. Das Böse ist die Summe der tiefsten Verletzungen, der schmerzhaftesten Zurückweisung, der schlimmsten Verlassenheit. Die Ausgeburt einer nie verheilenden Wunde, der Schrei um Hilfe, die nicht gehört wird und der Schrei der Verlassenen.

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Meine Lieben, ich stehe hier und ich beschreibe die tiefste Brutalität, die unsere Brüder und Schwestern der menschlichen Familie angetan haben, die das menschliche Begriffsvermögen übersteigen und die unser kollektives Herz zerbrechen könnte. Manche behaupten, es ist diese Person oder dieses Land oder auch das Karma einer ganzen Rasse, die sich diesem Alptraum unterziehen muss, in dem sie sich befinden. Doch Karma entsteht bis zu einem gewissen Grad dadurch, dass die Angst über die Liebe siegt. Es kann schon sein, dass ein Leben in Armut das Karma eines Menschen sein soll. Es kann auch das Karma einer anderen Person sein, die Armen zu speisen. Es ist die Erfahrung, die wir Karma nennen und die zur Heilung beiträgt und nicht die Zuflucht in ein ethisches Leben. Je mehr euch gegeben wird, umso mehr werdet ihr erhalten oder erfahren. Seid ihr im Zweifel, geht ihr niemals in die Irre, wenn ihr euch auf der Seite der Liebe befindet."

Es war in diesen Stunden, als mich Simon Petrus fragte: "Wie lange oder wie oft soll ich jenen vergeben, die mir ständig Unrecht tun?" Meine Antwort war: "Nicht sieben und auch nicht siebzig Mal, sondern siebzig Mal sieben." Warum sollt ihr jenen vergeben, die euch geschlagen oder brutal missbraucht haben? Ich sage euch dieses: nur so seid ihr eurer emotionalen Heilung sicher. Die Person, die euch Unrecht getan hat, hat nichts anderes als Ursache und Wirkung veranlasst und lernt dadurch - voraussichtlich - genau die Lektion, die sie oder er erfahren hat. Vergeben ist nicht leicht und wir alle brauchen unsere Zeit, um unsere eigene Erfahrungen zu machen und um aus diesen zu lernen.

58 Kummer kann nicht erzwungen werden, deshalb ehrt den Ablauf. Doch wenn ihr bereit seid, vergebt dem Täter. Ihr braucht ihm nicht einmal persönlich begegnen. Ist es nicht so, dass wir alle energetisch in diesem holographischen Universum verbunden sind? Lasst uns aus tiefem Herzen dem, der euch verletzt hat, einen Gedanken schicken und dieser Gedanke wird "eingeschrieben" im Geist Gottes, im selben Moment, in dem ihr ihn denkt. Genauso bleibt ein negativer Gedanke zwischen uns und jenen, die euch bedrängt haben, für immer erhalten. Sofort und für alle Zeiten. Verharrt ihr im Hass und Zorn und Vergeltung, seid ihr immer an diese Energie gebunden und sie wird euch eure ganze Lebenskraft nehmen.

Bevor ihr anderen vergebt, vergebt zuerst euch selbst. Ihr werdet fragen, was ich damit meine.

Ende Teil 5

Mit freundlicher Genehmigung von Bradley Smith
Übersetzung Till Abele

 
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© 2003-04 Hanjo Grüßner