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Till Abele
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Unsere Erde

Yeshua

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Lasst mich nun über einen weiteren Teil meines Lebens berichten, den ihr aus den Überlieferungen so nicht kennt. In diesem Teil des Neuen Testamentes bin ich auf einmal nicht mehr auffindbar. Gerade noch war ich ein dreizehnjähriger Junge - und plötzlich bin ich 30 Jahre. Was mag wohl in den 17 Jahren dazwischen passiert sein?

Glaubt ihr, dass die Verfasser des Neuen Testamentes so viele Jahre meines Lebens einfach ausgelassen haben? Oder dass sie unterschlagen haben, dass ich Geschwister hatte? Glaubt ihr denn, dass nichts von Bedeutung in meinem Leben passierte, als ich mit dreizehn Jahren das Mannesalter erreichte, wie es jüdische Tradition war? Vielleicht dachten die Verfasser des Neuen Testamentes, dass der Sohn Gottes weniger wert wäre, wenn er einer von acht Geschwistern ist und ein ganz normales Leben leben würde? Vielleicht waren sie ja auch der Auffassung, dass meine Tätigkeit während dieser Jahre nicht besonders der eines Messias würdig war. Oder haben sie diese Zeit einfach vergessen? Bedenkt, dass die Evangelien gut sechzig Jahre nach meinem Tod geschrieben wurden. Auch Apostel können nicht an alles denken.

Lasst mich deshalb einige Erfahrungen meiner Jugend beschreiben, die meine späteren Entscheidungen in ein anderes Licht rücken.

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"Konnte Jesus eine Freundin, eine Beziehung gehabt haben?"

Es würde nicht der Wahrheit entsprechen, wenn ich nicht bemerkt hätte, dass mir einige der jungen Frauen aus Nazareth durchaus gewogen waren. Mit Rebecca, der Tochter von Ezra, die aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie stammte, verbanden mich viele Gemeinsamkeiten, wenn wir zusammen durch die Hügel streiften. Sie hatte tiefe Empfindungen, ein offenes Herz und einen scharfen Verstand. Ich liebte es, mit ihr zu sprechen. Sie muss wohl bemerkt haben, dass ich nie mit ihr über eine Beziehung reden wollte und so nahm sie eines Tages allen Mut zusammen, um mich zu fragen, ob ich sie heiraten würde.

Eine Ehe ist eine ganz wundervolle Möglichkeit, die Liebe von Mutter/Vater in zwei Herzen zu legen und sie kann ein heiliges Übereinkommen sein, zwei Menschen auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. Eine Ehe sollte nie zur Fessel werden, sondern zur Freiheit führen, deren Grundlage die Freude ist. Sie soll auch nicht dazu dienen, die Herzen zweier Menschen zu zähmen, sondern das Wachstum zweier Menschen zu fördern. Nur durch die Intention wird eine Ehe heilig, wie so viele andere Dinge auch.

Können zwei Menschen mit einander leben, ohne verheiratet zu sein und dennoch ein gottgefälliges Leben führen? Ganz bestimmt können sie das. Für die Quelle sind Strukturen und Formen, eine Art Status Quo oder die überlieferten Konventionen nicht von Bedeutung. Für den Schöpfer zählt nur die Liebe, die erblühen soll. Oh ja, auch für die homosexuelle Ehe trifft das zu. Wenn zwei Menschen in Liebe zu einander finden, ist die Sünde fern und auch die Scham. Und, meine lieben Brüder und Schwestern, tragt ihr nicht bis zu einem gewissen Grad weibliche und männliche Qualitäten gleichzeitig in euch? Sind wir nicht alle fast schon androgyn, wenn die Sexualität im Ausgleich ist? Seid mutig in eurer Liebe, in welcher Form auch immer, denn nur dann findet ihr Erlösung. Lasst mich die Frage, die bereits in eurem Geist entsteht, schon jetzt beantworten: Wahre Liebe zwischen zwei oder mehreren Menschen kann nur bestehen, wenn sie alles miteinander teilten und für sich verantwortlich sind. Ist das nicht der Fall, bedeutet das nichts anderes als Macht über den freien Willen des anderen in der Ehe auszuüben und diese Form der Ehe ist niemals zu akzeptieren.

Wer könnte die bedingungslose Liebe leben, meine Brüder und Schwestern, wenn er richten und kritisieren würde? Ich spreche hier nicht von politischen Entscheidungen, die auf nichts anderem als Furcht aufgebaut sind. Und verwendet nicht meinen Namen im Zusammenhang mit Politik, die die Liebe und das Mitgefühl nicht würdigt und die den freien Willen eines jeden Menschen missachtet.

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Oh ja, ich feierte die Ehe und ich hatte Sex, doch über allem stand die wahre Liebe. Doch ich wusste, dass eine Ehe meiner Mission nicht dienlich war, denn sie hätte mich in der Verantwortung für meine Jünger und auch die meiner Lehre behindert. Auch lag es nicht in meinem Wesen, eine Dynastie im Sinne einer "königlichen Blutlinie" zu gründen, zur Machtanhäufung über viele Generationen hinweg. Nie hegte ich eine solche Absicht.

Rebecca liebte ich von Herzen, doch heiraten konnte ich weder sie noch eine andere. Es traf sie so schwer, das auch sie nicht mehr heiraten wollte und dennoch treu zu mir und meinen Lehren hielt. Sie war ein Segen in meinem Leben und sie war auch dabei, als ich am Kreuze starb.

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Während dieser Zeit gab es ständig Ärger wegen der Steuern, die Rom erhob, doch auch wegen der römischen Besetzung unseres Landes. Aus dieser Situation entstand eine Gruppe von Menschen, die sich "Zeloten" nannten, mehr politisch als religiös ausgerichtet und eine Gruppe, die nicht länger auf einen Messias warten wollte, der sie befreien würde. Als sich mein Bruder Johannes dieser Gruppe anschloss, war ich gerade siebzehn Jahre alt und im gleichen Jahr wurde auch Simon, der Bruder meiner Mutter, zum Zeloten. Ganz Nazareth war sich uneinig, wie man sich Rom gegenüber verhalten sollte und diese Uneinigkeit fand leider auch den Weg in unsere Familie.

Maria wusste genau, dass ich bei den Ereignissen dieser Zeit eine große Rolle spielen sollte, denn auch sie glaubte, dass ich der Messias sei. Es herrschte die Meinung vor, dass ein Messias ein politischer, ja militärischer Führer zu sein habe, von Gott gesandt, um die Juden zu befreien und ihnen eine Heimat zu schaffen. Obwohl auch ich jüdisches Blut in mir trug und mir ein freies Judentum wünschte, frei von aller Unterdrückung, sah ich mich selbst nicht in dieser Aufgabe.

Meine Mission war es, die Menschen geistig zu befreien, sie an ihre Göttlichkeit zu erinnern und sie herauszulösen aus ihrer selbst auferlegten Besetzung aus Angst und Illusion. Sehr zur Bestürzung meiner Familie und vieler Nazarener beschloss ich, mich nicht für den Kampf einzusetzen, auch wenn sie in mir den möglichen Führer erkennen wollten. Diese Entscheidung schlug tiefe Wunden in meine Familie und in die Gemeinde, Wunden, die nicht heilen sollten.

So widmete ich in diesen Zeiten, wie so viele andere auch, meine ganze Aufmerksamkeit der finanziellen Unterstützung und Ernährung meiner Familie. Auch Jesus musste Rechnungen bezahlen.

Damit ich für meine weiteren Studien mehr Zeit bekam, teilte ich nach und nach die Verantwortung des Haushaltes unter meinen Brüdern und Schwestern auf. Das bot mir die Möglichkeit, immer wieder in entfernte Länder zu reisen, um Magier und heilige Männer kennen zu lernen. Aegypten war eines dieser Länder, Persien und auch Indien, selbst in China verbrachte ich einige Zeit.

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In den Kammern der großen Pyramide, die niemals als Grab dieser egomanischen Herrscher dienten und in denen nicht eine einzige Mumie gefunden wurde, lernte ich, meinen physischen Körper zu transformieren. Ich erkannte, wie ich mit meinen Ängsten umgehen musste und ich lernte, meine Emotionen zu kontrollieren. In Persien erfuhr ich, dass die Planteten auf die Erde wirken und wie dadurch die Menschen beeinflusst werden. Es war auch in Persien, wo ich in die höhere Mathematik und die Heilige Geometrie eingeweiht wurde.

In Indien wurde ich Schüler hinduistischer Meister, ich erforschte die unzähligen Dimensionen des Bewusstseins und lernte, wie man aus purer Gedankenkraft Materie erschaffen kann. Zurück in meiner Heimat schloss ich mich den Essenern an, die mich darin unterstützten, alle meine Erfahrungen zu einem zusammenhängen Ganzen zu formen. Sie waren es, die endlich meine immer besser werdenden geistigen Fähigkeiten zu immer höheren Bewusstseinsebenen führten.

Glaubt mir, liebe Brüder und Schwestern, ich war nicht der erste und bin auch nicht der letzte, der Wunder wirkte. Ich habe lediglich von jenen gelernt, die vor mir wirkten, so wie ihr von denen lernt, die kommen werden. Wunder, wie ihr sie kennt oder wie ihr sie nennen wollt, gibt es nicht. Sie sind nichts anderes als Naturgesetze und die Kenntnis, wie man mit ihnen umzugehen hat. Eine Wunder, das ihr alle kennt, ist, zum Beispiel, die magnetische Anziehungskraft. Andere werdet ihr noch kennen lernen.

Doch zurück zu der Frage, warum all diese Erfahrungen, die ich in den fernen Ländern machte, nie erwähnt wurden. Es wird auch nichts über jene gesagt, von denen ich gelernt habe und auch nichts über die, die von mir gelernt haben. Vielleicht liegt es ja tatsächlich daran, dass die Berichterstatter der Meinung waren, dass alles, was mein normales Leben betrifft, nur meine göttliche Herkunft geringer erscheinen ließe. Doch, liebe Freunde, wir lernen alle von einander.

Ihr alle seid meine Lehrer, denn ihr erzählt mir von euren Bedürfnissen, den Erwar-tungen, euren Ängsten, eurem Leben. Niemand im Universum kann alles kennen und wissen. Es gab große Menschen, die lange vor mir lebten und es wird große geben, die nach mir kommen. Doch all diese Wege sind gleicher Art, keiner ist besser als der andere. Helft, ja, lernt voneinander und freut euch auf die Reise, nicht auf das Ziel.

Es war zu dieser Zeit, als ich meine Jugendzeit beendete und mir meiner Persönlichkeit bewusst wurde, doch auch der Aufgabe, die vor mir lag. Ich begann, öffentlich darüber zu sprechen, dass die Menschen einer Vermittlung der Lehren durch Priester nicht bedurften. Sie brauchten nur still in sich zu gehen und zu fragen, und sie würden alle Antworten in sich finden. Auch sagte ich ihnen, dass sie keine Kirche bräuchten, keinen Tempel und keinen heiligen Berg, um mit Gott zu sprechen. Überall, wohin ich kam, sprach ich von dem einen Gott, der universellen Quelle, dem großen Schöpfer, von Vater/Mutter-Gott. Und ich sagte ihnen, dass niemand geringer einzuschätzen sei als sie selbst, gleichgültig, ob Mann, Frau oder Kind.

Vor allem bat ich sie, die Kinder Gottes, um eines: Liebt Gott von ganzem Herzen, mit eurem Geist und eurer Seele, denn ihr seid selbst ein Teil Gottes. Besonders aber liebt euren Nächsten wie euch selbst, denn in Wirklichkeit sind wir eins.

Es war diese Lehre, mit der ich die Saat aller Möglichkeiten legte.

Ende Teil 3

Mit freundlicher Genehmigung von Bradley Smith
Übersetzung Till Abele

 
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