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Update vom November 2011

Maria Magdalena – ein wahrer Bericht?

Eine Übersetzung von mir aus einem Buch von Barbara Thiering im Nov. 2011

Ich habe euch hier einen Bericht über Maria Magdalena aufgeschrieben, wie ich ihn bisher noch nicht gelesen habe. Auslöser dafür ist das Buch „Jesus, the Man“ von Barbara Thiering. Die Autorin verwendet in ihrem Buch eine bestimmte Technik, die erst durch die Auffindung der Texte aus Qumran bekannt geworden ist. Diese Technik wird Pesher genannt, mit der die Texte der Evangelien und anderer Schriften verschlüsselt wurden. Die Verschlüsselung diente dazu, die Römische Besatzungsmacht im damaligen Israel zu täuschen oder vom wahren Inhalt vieler Berichte abzulenken. Vor allem der Berichte aus Qumran und der Sekte der Essener.

Pesher ist ein hebräisches Wort mit der ungefähren Bedeutung „Interpretation oder Auslegung im Sinne einer Aufklärung.“ In einfachen Worten ausgedrückt bedeutet Pesher die „Aufklärung eines Rätsels“ oder auch die Lösung eines geheimen Kreuzworträtsels. Die Hinweise (Schlüssel) sehen auf den ersten Blick nicht danach aus, als ob sie einen Sinn ergeben. Doch jene, die die Technik beherrschen und über die nötigen Kenntnisse verfügen, können das Rätsel lösen.“ (Frei übersetzt von T.A.) Wer Ohren hat zu hören, der höre.

Das Kapitel Maria Magdalena habe ich aus o. g. Buch, das den Untertitel „Decoding the Real Story of Jesus and Mary Magdalene,“ trägt, wie folgt übersetzt. Ich bitte darüber hinwegzusehen, dass mir die Übersetzung an einigen Stellen nicht ganz wortgetreu gelungen ist.

Maria Magdalena

Der Bericht über die Ehe von Jesus mit Maria Magdalena kommt den Darstellung der bekannten Evangelien oberflächlich gesehen durchaus nahe. Dabei fällt es sogar leicht, in der Geschichte von der Frau mit dem Alabasterkrug, der mit Nardenöl gefüllt war, ein gewisses romantisches, fast erotisches Element zu empfinden. Sie salbte Jesus mit dem Öl, sodass „der Raum von dem Duft der Salbung erfüllt war.“Matthäus 14:3-9

Jene, die über Bibelkenntnisse verfügen, mögen bei der Salbung einen Bezug zu dem „Hohen Lied von Salomo“ erkennen, in dem es an einer Stelle heißt: „Als der König auf seiner Liege lag, verströmte meine Narde ihren Duft.“ (Das Hohelied, Salomo: 1,12 )

Bei einer Heirat eines Königs aus der Linie Davids diente das „Hohe Lied Salomos“ als Teil der Liturgie und es war eine wunderschöne gesangliche Begleitung bei dieser Zeremonie. Im Johannes-Evangelium ist zu lesen, dass es sich bei der Frau mit der Salbung angeblich um Maria von Bethanien handelt, doch mit dieser Frau ist Maria Magdalena gemeint. Joh. 12:3

Das Evangelium von Philippus, welches mit ziemlicher Sicherheit zu einem früheren Zeitpunkt als die vier anderen Evangelien entstanden ist, sagt mehr aus: „Als da waren drei Frauen, die ständig mit dem Herren gingen: Seine Mutter Maria, ihre Schwester und Maria Magdalena, die seine Gefährtin war. Alle drei waren sie „eine Maria.“ (Wir kennen Maria als Namen, doch zur damaligen Zeit wurde dieser Name als Titel verwendet. Anmerkg. T.A.) Und später heißt es:

„Und die Gefährtin von Jesus, dem Erlöser, war Maria Magdalena. Er liebte sie mehr als seine Schüler und er küsste oft ihren Mund. Das kränkte seine Schüler und sie sagten so zu ihm: „Warum liebst du sie mehr als uns?“ Da antwortete ihnen der Erlöser: „Warum wohl liebe ich sie nicht so wie euch? Wenn ein Blinder und ein Sehender zusammen in der Dunkelheit wandeln, unterscheiden sie sich nicht voneinander. Doch wenn sie ins Licht treten, sieht der eine das Licht und der Blinde wird dennoch in der Dunkelheit sein.“ Philippus 63-30bis 64-10.

Wenn man die Heiratsvorschriften der Essener mit der Passage von der „Frau mit der Salbung“ in Zusammenhang bringt, wird die Sachlage klarer. Die Beziehung von Jesus mit Maria Magdalena war keinesfalls rein spirituell. Es war eine Heirat, die den Regeln der damaligen dynastischen Gesetze folgte. Jesus musste heiraten, um seine Blutlinie fortzusetzen. In seinem besonderen Falle war es umso erforderlicher, weil er damit seine Legitimation festigte. Die Heirat erfolgte, als Jonathan Priester war und als Jesus das entsprechende Alter erreichte. (Lt. Pesher spielten sich die gesamten Ereignisse, von welchen die Evangelien berichten, in und um Qumran ab. Anmerkg. T.A.) Obwohl damals Kaiphas der Hohepriester war, wurde Jesus von Jonathan anerkannt und dieser sicherte Jesus das Recht zu, seine Dynastie fortzuführen. (Laut den Texten von Qumran war Jesus der leibliche Sohn seines Vaters Josef, der wiederum ein direkter Nachkomme aus der königlichen Blutlinie Davids war. Die Essener aus Qumran lehnten die Jungfrauengeburt ab. Anmerkg. T.A.).

Die Salbung von Jesus wurde bei zwei Ereignissen vorgenommen: die eine während seiner frühen Dienste (geistlichen Ämter), wie sie Lukas 7:37-50 beschreibt und die zweite vor der Kreuzigung, wie es bei Markus 14:3-9 und Johannes 12:3 beschrieben steht. Bibelausleger könnten einwenden, dass aber nur eine Salbung erwähnt wird, doch es handelt sich um zwei verschiedene Ereignisse.

Das erste Ereignis findet sich bei Lukas, der von einem Datum ausgeht, das bei anderen Angaben im September n.d.Z. angesiedelt ist. Da war Jesus sechsunddreißig ein halb Jahre alt. Sein tatsächliches Geburtsdatum war jedoch im März und nicht im September. Also war er zu diesem Zeitpunkt, den Lukas erwähnt, gerade sechsunddreißig Jahre alt. Und genau das ist der Zeitpunkt, an dem ein Mann nach den dynastischen Regeln (die damals galten), heiraten muss. (*)

Die erste Heiratszeremonie eines Königs musste im September erfolgen und Jesus musste sich nach den anerkannten Regeln richten. Die zweite Heiratszeremonie erfolgte dann im März des darauf folgenden Jahres, also 33 n.d.Z. und kurz vor der Kreuzigung. Es handelte sich (bei Jesus und Maria Magdalena) um eine „Versuchsehe“ in Übereinstimmung mit den herrschenden Regeln. Diese erlauben eine Art Test, denn Maria Magdalena hatte bereits im Dezember 32 n.d.Z. empfangen, zur letzten „heiligen“ Zeit, in der sexuelle Aktivitäten erlaubt waren. Maria Magdalena war im März also bereits drei Monate schwanger. Die zweite Heiratszeremonie war die dauerhafte. Erhofft war die Geburt eines Sohnes im September 33 n.d.Z. Der September galt damals als die geeignetste Zeit für die Geburt eines zukünftigen Königs. Wie es sich jedoch zeigte, gebar Maria Magdalena eine Tochter. (Chronologie p. 251)

Maria Magdalena wurde die Frau genannt, der sieben Dämonen ausgetrieben wurden, was (laut Pesher) jedoch bedeutet, dass sie unter der Autorität von „Satan“ stand. Nach den Auslegungen des Pesher-Schlüssels ist mit „Satan“ Judas Iscariot gemeint, der beides war, Satan und Dämon Nr. 7, denn diese waren seine Mitgliedsnamen (Decknamen) in der Partei der Zeloten.(**) Als der damalige Anführer der Zeloten war Judas Iscariot in der Position, die einst Gabriel (Erzengel?) zugeordnet war, nämlich die Autorität über die im Zölibat lebenden Frauen bzw. Frauen vor und nach der Heirat. Nach den damals geltenden Regeln musste eine Frau zu bestimmten Zeiten, (auch nach der Geburt eines Kindes) einige Monate zölibatär leben und sie wurde deshalb auch als Witwe bezeichnet.

Judas war im Rang höher gestellt als Maria, die Mutter von Jesus und auch von Maria Magdalena, da alle drei Angehörige der östlichen nationalistischen Partei waren. Später dann, als eine offizielle Teilung zwischen den (westlichen) Christen und der östlichen Partei statt fand, blieb Maria Magdalena der östlichen Partei und damit dem Dämonen Nr. 7 angehörig, was später zu einer beträchtlichen Krise führen sollte.

Der Name Maria, mit dem sie gerufen wurde, war ein Titel und kein Name. Es war eine Form von Miriam oder Mirjam, welches der Name der Schwester von Moses war. Jene, die Maria genannt wurden einschließlich der Mutter von Jesus und Maria Magdalena, trugen diesen Titel, weil sie ein geistliches Amt bekleideten, eine Art Prophetinnen. Diese waren Teil der der liturgischen Gemeinde, ähnlich wie etwa die Therpeutae (der Essener). Diese Asketen feierten den Exodus wie ein Drama der Erlösung mit zwei Chören. Einem Männerchor, deren Leiter Moses repräsentiert und einen weiblichen Chor, geleitet von einer Maria (Mirjam).

Maria Magdalena war zur Zeit ihrer Heirat älter als damals üblich, nämlich 27 Jahre. Das weiß man, weil ihr „Geburtstag“ gleichzusetzen ist mit ihrer ersten Initiation, wie es in der Geschichte von Jairus’ Tochter aufgezeichnet ist. Markus 5:21-24 35-41

Wenn man den Pesher zugrunde legt, erhielt sie ihre erste Initiation (Geburt) mit etwa 14 Jahren. Also im Jahr 12 und nicht im Jahre 17 n.d.Z. Mädchen erhielten nach vorgegebenem Brauch im Alter von 14 Jahren ihre erste Initiation, demnach war ihr wirkliches Geburtsjahr das Jahr 3 v.d.Z. Verheiratet wurden Frauen üblicherweise zwischen 16 und 20 Jahren.

Die Nichteinhaltung zur normalen Praxis könnte verschiedene Ursachen haben. Eine davon ist vielleicht die, dass sie vorzeitig verheiratet wurde. Gezeigt hat sich das dann, als es etwas später zu einer Krise um Maria Magdalena kam und als ein Erlass nämlich die Frage beinhaltete, ob ihre Heirat denn nach den Gesetzen der Essener Gültigkeit hatte. Judas, der bei ihrer zweiten Hochzeit im März 33 n.d.Z. Einspruch erhob, war der Meinung, dass die Essenischen Gesetze keine Gültigkeit hätten. (Markus 14:4-9, Johannes 12:2-8.) Der wahrscheinlichere Grund war wohl der, dass Maria Magdalene früher schon einmal verheiratet war und dann geschieden wurde.

Die Heirat von Jesus mit Maria Magdalena erfolgte aufgrund der Vorschrift, die Gesetze der Dynastie zu erfüllen. Wie die persönlichen Emotionen ausgesehen haben könnten, ohne zu sehr in Spekulationen zu verfallen, ist schwierig zu beantworten. Es wird sehr wenig über persönliche Details berichtet bis auf den Umstand, dass Maria Magdalena des Öfteren leicht verlegen gewesen sei. Auch war sie oft der Kritik anderer ausgesetzt. (Joh. 20:15Lukas 7:39, Markus 14:4-5.) Den Interpreten des Pesher war nur gestattet, zu politischen und institutionellen Tatsachen Stellung zu nehmen und nicht zu persönlichen Dingen.

(*) Barbara Thiering und verschiedene andere Autoren auch nennen als Geburtsdatum von Jesus den März im Jahr 5 vor der Zeitrechnung.
(**) z.B. wurde Simon Petrus Blitz genannt. Johannes war der Donner. (Jesus the Man S. 80)

Barbara Thiering ist eine Australische Historikerin, die sich u. A. auf die Auslegung der Bibel spezialisiert hat. Insbesondere hat sie sich mit den Schiften vom Toten Meer auseinander gesetzt und mit dem darin enthaltenen Pesher-Code

 
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